Eine Frau in der Natur
Gesund

Unsere Haut als Spiegel der Seele

Was Unreinheiten und Co. uns sagen wollen

Wenn es uns gut geht, fühlen wir uns wohl in unserer Haut. Aber kaum kündigt sich eine Erkältung an oder unsere Hormone kommen aus dem Gleichgewicht, bemerken wir das auch beim Blick in den Spiegel. Wir erklären dir, wie Haut und Seele miteinander verbunden sind und was dir Hautveränderungen sagen wollen.

Unsere Haut fühlt mit

Ist dir schon mal aufgefallen, dass deine Haut auf Emotionen reagiert? Wenn du etwas Bestimmtes empfindest, macht sich das auch auf deinem größten Sinnesorgan bemerkbar:

  • Brr... ist das kalt! Frieren wir, bekommen wir Gänsehaut. Das Aufrichten der kleinen Härchen wird von einem Muskel gesteuert, der an jedem Haarbalg sitz. Auch Ekel oder Angst können Auslöser für eine Gänsehaut sein.
  • Ist uns etwas peinlich, kann man uns das meistens im Gesicht ablesen. Unsere Haut errötet, wenn wir am liebsten vor Scham im Boden versinken würden.
  • Wie ärgerlich! Hast du schon mal bemerkt, dass es dich juckt, wenn du wütend bist? Auch das ist eine ganz normale Reaktion deiner Haut auf ein bestimmtes Gefühl.

Kein Wunder, dass es unzählige Redewendungen zum Thema gibt:

  1. Sind wir wütend, könnten wir „aus der Haut fahren“.
  2. Sind wir berührt, geht uns etwas „unter die Haut“.
  3. Vertrauen wir jemanden, sprechen wir ihm die Eigenschaft zu, eine „ehrliche Haut“ zu sein.

Wieso sind Haut und Seele so eng miteinander verbunden? Ganz einfach: Deine Haut und dein zentrales Nervensystem entwickeln sich aus den gleichen Erbanlagen. Das heißt, sie haben entwicklungsgeschichtlich dieselben Wurzeln.

Stress = Pickel?

Vielleicht kennst du das auch: Kaum wird deine To Do-Liste immer länger, klopfen kleine Pickelchen an. Und tatsächlich: Wissenschaftler konnten nachweisen, dass es bei Stress eine enge Wechselwirkung zwischen Gehirn, Hormon- und Immunsystem gibt. Das heißt also, dass unsere Gefühlslage unsere Immunabwehr und damit auch den Verlauf zahlreicher Hautkrankheiten beeinflussen kann. Umso wichtiger ist es, dass wir uns bewusste Pausen gönnen und Stress entgegenwirken:

  1. Ein Abend pro Woche gehört nur dir allein: Nimm dir an diesem Abend etwas vor, was dich entspannt. Das kann ein warmes Schaumbad sein oder auch das Malen eines Bildes. Du kannst besser abschalten, wenn du in Bewegung bist? Dann gehe abends noch mal spazieren oder mache ein kleines Workout vor dem Schlafengehen.
  2. Achte auf einen gesunden Lebensstil: Dazu gehören vor allem eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Sport. Statt dem „Stressessen“ nachzugeben, greife lieber zu Obst und Gemüse und lass dir viel Zeit für das Essen. Zweimal die Woche sportlich aktiv zu sein, ist ebenfalls gut für Körper und Seele.
  3. Unterstütze deine Haut: Deine Haut ist als Sinnesorgan auch für die Aufnahme von Vitamin D verantwortlich – das sogenannte Sonnenhormon. Dieses ist unerlässlich für ein gut funktionierendes Immunsystem. Im Winter bekommen wir allerdings kaum Sonne ab, sodass die meistens Menschen unter einem Vitamin D-Mangel leiden. Mit Nahrungsergänzungsmitteln kannst du das winterliche Defizit ausgleichen.

Wenn die Haut SOS funkt...

Wusstest du, dass viele Hautirritationen und Hautkrankheiten psychische Ursachen haben? Mediziner schätzen, dass etwa 30 bis 60 Prozent der Hautkrankheiten darauf zurückzuführen sind. Auch japanische Wissenschaftler haben einen engen Zusammenhang zwischen Haut und Seele festgestellt: Nach dem schweren Erdbeben von Kobe im Jahr 1995 konnten sie bei knapp 40 Prozent der rund 1500 Neurodermitiker, die in der Region lebten, eine massiver Verschlimmerung der Krankheit feststellen. Ihre Erklärung: Wenn die Seele leidet, leidet auch die Haut.

Unsere Haut ist oft erster Botschafter, wenn wir aus dem Gleichgewicht kommen. Achte auf ihre Signale, denn sie ist in der Lage, Gefühle sichtbar zu machen.

Über die Autorin

Fabienne Leonard

Fabiennes Herz schlägt für gute Geschichten. Ihr Antrieb ist die Leidenschaft, mit Worten Bilder zu kreieren. Auch in ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gerne kreativ – man findet sie meistens zwischen Kochtöpfen und Pflanzen, lesend am Meer oder bastelnd im Kinderzimmer. Sonntags bringt sie immer beerenstarke Pancakes auf den Frühstückstisch, die in ihrer kleinen Familie geliebte Tradition sind.