Frau mit Schüssel
Norwegen

Jetzt wird’s koselig: In den Herbst mit den Norwegern!

So sieht skandinavische Gemütlichkeit aus

Wenn der Sommer sich in den Winterschlaf verabschiedet, die Blätter erst bunt und dann immer weniger werden und uns der erste Wind um die Ohren pfeift, wissen wir: Der Herbst hat angeklopft! Kerzenlicht statt Sonnenschein, heißer Kakao statt Eistee: Jetzt ist die beste Zeit, um es sich im eigenen Zuhause so richtig gemütlich zu machen. Die Norweger haben sogar ein eigenes Wort für diese Art von Heimeligkeit: Koselig! Mit unseren Tipps zieht auch schon bald die skandinavische Gemütlichkeit im eigenen Zuhause ein – und zwar ganz egal, wo dieses ist. Kuschelsocken an und los geht’s!

Hallo, Herbstglück!

Fragt man einen Norweger nach seiner Lieblingsjahreszeit, wird er antworten: jede. Denn kaum ein anderes Volk versteht es so gut wie die Norweger, in jeder Jahreszeit das Beste zu sehen. Während im Sommer viel gewandert, geangelt und anschließend gegrillt wird, lädt der Herbst sie zum Einkuscheln ein. Denn ein Norweger weiß genau, was er an fallenden Blättern und kürzeren Tage braucht, um glücklich zu sein. Mit ein paar einfachen Dingen holt er sich das Glück in die kältere Jahreszeit und sagt trüben Gedanken damit den Kampf an. Nachmachen wärmsten empfohlen!

1. Kuschelhöhle statt Sommerwiese

Ein Blick aus dem Fenster beweist: Der Herbst ist da! Jeder Norweger weiß, was jetzt zu tun ist. Schnell sind bunt karierte Decken aus dem Schrank geholt, Kissen und Felle auf dem Boden verteilt und dem Einzug in die Kuschelhöhle steht nichts mehr im Weg! Am besten zu diesem heimeligen Gefühl passt eine warme Tasse Tee, die der Norweger stilecht mit selbst gebackenen Kanelknuter genießt. Dabei handelt es sich um verknotete Zimtschleifen, die den deutschen Zimtschnecken ähnlich sind. Generell gilt für den Norweger im Herbst und Winter: Naschen ist ausdrücklich erlaubt! Und mal ganz ehrlich, auch wir wissen schon lange, dass Schokolade glücklich macht.

2. Kerzenschein statt Sonnenlicht

Die kalte Jahreszeit spart an Sonnenlicht. Aber wenn sich die Sonne dann doch mal zeigt, wissen die Norweger sie sehr zu schätzen. „Rein in den Norwegerpulli und raus in die Natur“ lautet die Devise! Denn jeder noch so kleine Sonnenstrahl kitzelt einfach wunderbar auf der Nase und hebt die Stimmung gleich wieder an.

Für die regnerischen und dunklen Tage haben die Skandinavier ein einfaches Rezept: Sie stellen Kerzen und Teelichter auf – und zwar richtig viele. Ob im Wohn-, Bade- oder Schlafzimmer: Kerzen sind von den Norwegern schnell aufgestellt und sorgen für ein ganz besonders koseliges Ambiente. Auch kleine Lampen können hervorragend indirektes Licht erzeugen, das uns zum Strahlen bringt. Wer den Luxus eines Kamins besitzt, verschafft sich damit nicht nur Licht, sondern auch gleich eine knisternde Wärme. Gemütlicher kann es wohl kaum sein.

3. Lesen statt Wandern

Mal ehrlich: Was gibt es Schöneres als ein paar gemütliche Stunden mit einem richtig guten Buch? Nicht viel, finden die Norweger. Deshalb dürfen in der kalten Jahreszeit auch viele neue und altgeliebte Schmöker in die Kuschelhöhlen einziehen. Natürlich hat der Norweger dabei immer ein Auge auf die schöne Natur, die ihm aus dem Fenster entgegenblickt. Mit Bildbänden oder skandinavischer Literatur kann man sich diese aber auch ganz einfach ins heimische Wohnzimmer holen.

Das A und O für koselige Herbsttage

All das drückt aus, was der Norweger unter „koselig“ versteht: Es kann mit „Gemütlichkeit“ übersetzt werden, obwohl der Grundgedanke des Wortes noch tiefer geht: „Koselig“ ist die Vorstellung von Wärme, Behaglichkeit, Intimität, Entspannung, Achtsamkeit und Genuss. Am allerliebsten zelebriert der Norweger seine Form der Heimeligkeit übrigens mit Freunden und Bekannten. Denn er weiß: Zusammen ist man weniger allein – und kann auch besser unter der Decke kuscheln.

Über die Autorinnen

Dr. Laura Headley

Dr. Laura Headley ist Ernährungswissenschaftlerin bei der Evonik Nutrition & Care GmbH mit Sitz in Darmstadt. Laura ist seit über 15 Jahren Ernährungswissenschaftlerin. Laura begann ihre Karriere als klinische Ernährungsberaterin im NHS (UK) und promovierte an der Universität von Surrey, Guildford, UK, im Bereich der menschlichen Ernährung und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fabienne Leonard

Fabiennes Herz schlägt für gute Geschichten. Ihr Antrieb ist die Leidenschaft, mit Worten Bilder zu kreieren. Auch in ihrer Freizeit beschäftigt sie sich gerne kreativ – man findet sie meistens zwischen Kochtöpfen und Pflanzen, lesend am Meer oder bastelnd im Kinderzimmer. Sonntags bringt sie immer beerenstarke Pancakes auf den Frühstückstisch, die in ihrer kleinen Familie geliebte Tradition sind.