Jetzt
kaufen

Let it Flow – Warum eine gesunde Durchblutung so wichtig ist

Ein blasser Teint, kalte Hände und Füße, Müdigkeit, ein Kribbeln in Armen und Beinen, Kopfweh oder Schwindel – fast jeder kennt das Gefühl, wenn der Kreislauf schwächelt. Umso wichtiger, ihn regelmäßig auf Trab zu bringen und die Durchblutung zu fördern! Mit diesen einfachen Tipps läuft alles wieder rund!

Ein bisschen ist es mit unserem Körper wie mit einem Auto, das den langen kalten Winter über in der Garage gestanden hat. Vor allem Oldtimer-Besitzer kennen das: Der Motor muss geschmiert werden, die Batterie stockt und man muss kräftig Gas geben! Nach ein paar Runden schnurrt die Maschine wieder. Das alles geschieht meist, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Läuft alles geschmeidig, greifen alle Rädchen im Getriebe des Körpers ineinander. Sind wir gut durchblutet – was bedeutet, dass unsere Zellen ausreichend mit Sauerstoff und anderen wichtigen Nährstoffen versorgt sind – fühlen wir uns fit, vital und laufen zu Hochtouren auf. Die Crux: Gerade, wer viel im Büro sitzt und sich wenig bewegt, fährt sozusagen mit angezogener Handbremse – und zeigt häufig mehr oder weniger starke Symptome mangelnder Durchblutung. Umso wichtiger, den Kreislauf immer wieder bewusst in Schwung zu bringen! Am besten mit Tricks und Strategien, die sich ganz leicht in den Alltag integrieren lassen. Hier kommen die Besten!

Immer schön in Bewegung bleiben

Wer rastet, der rostet, sagt ein altes Sprichwort. Auch unserem Blutfluss tut langer Stillstand gar nicht gut – er gerät quasi ins Stocken. Doch keine Sorge! Anders als ein Auto kommt unser Kreislauf nicht zum Stillstand. Dennoch: Bewegungsmangel und damit oft einhergehendes Übergewicht können zu Ablagerungen an den Gefäßwänden führen. Die Folge: Das Blut kann nicht mehr ungehindert fließen. Zu wenig Bewegung – in Verbindung mit einem Mangel an gesunden Nährstoffen – begünstigt also Bluthochdruck. Wie wir Abhilfe schaffen? Ganz einfach! Selbst am Schreibtisch können wir mit kleinen Bewegungen unser Blut in Wallung bringen: Immer mal wieder strecken, die Hände ausschütteln und mit den Handgelenken kreisen. Auf einem Langstreckenflug stehen wir ja auch regelmäßig auf, gehen auf und ab oder machen ein paar Kniebeugen. Auch Fußwippen sorgt für Zirkulation in den Beinen – dafür die Füße unter dem Tisch hüftbreit aufstellen und die Fersen 15 Mal anheben und wieder absenken.

Wecker stellen, so dass er alle 30 Minuten für ein Mini-Workout klingelt.
Übrigens: Jeder noch so kleine Gang – ob zum Kopierer oder zur Kaffeemaschine – zählt.  

Tipps zur Förderung der Durchblutung

Niemand muss Hochleistungssportler sein

Wer dreimal wöchentlich Fahrrad fährt, locker joggt, walkt oder Trampolin springt – kurz: den Kreislauf mit Ausdauersportarten ordentlich ankurbelt – hält seine Gefäße fit und gesund. Wer zur Schaufel greift und im Garten, auf Terrasse oder Balkon gärtnert und fleißig Blumen pflanzt, tut nicht nur Hummeln und Bienen, sondern auch seinem Herz-Kreislaufsystem etwas Gutes. Ganz nebenbei lässt sich Bewegung eigentlich immer spielend in den Alltag integrieren: Möglichkeiten warten quasi an jeder Ecke: Statt des Aufzugs die Treppe nehmen, das Auto mal stehen lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, eine Haltestelle früher aus dem Bus aussteigen und den Rest des Weges zu Fuß gehen. Spaziergänge an der frischen Luft sind sowieso eine der besten Bewegungsarten für jedes Alter. Denn dabei wird die Beinmuskulatur, das „zweite Herz“ des Körpers, die das Blut zum „ersten Herzen“ zurück pumpt, besonders beansprucht.  Auch Schwimmen ist geradezu ideal für die Durchblutung: Hierbei werden Herz, Lunge und Muskeln gleichermaßen gefordert. Und selbst zuhause, bei vielen alltäglichen Erledigungen, können kleine Bewegungseinheiten eingebaut werden, die die Durchblutung fördern:

 

Einfacher Tipp

Beim Zähneputzen oder Kochen auf die Zehen stellen, kurz halten, absetzen und den Vorgang mehrmals wiederholen. Keep movin!

Die richtige Nahrung für fitte Gefäße

Damit die Blutgefäße fit bleiben und die Fließgeschwindigkeit des Blutes ein gesundes Maß erreicht, braucht es auch die richtige Ernährung. Essen, was schmeckt und guttut: Besonders ideal für die Blutbahnen ist mediterrane Kost mit viel Gemüse sowie Vollkornprodukte.

Mindestens zweimal pro Woche sollte am besten Fisch auf dem Speiseplan stehen. Besonders Lachs ist reich an wertvollen Omega-3-Fettsäuren, die wissenschaftlichen Studien zufolge das Herz-Kreislauf-System unterstützen und die Durchblutung verbessern. Ähnlich verhält es sich übrigens mit Avocados. Sie vermindern eine Verklumpung der Blutplättchen und sorgen für eine bessere Durchblutung der Haut. Also auch bei den herzhaften Früchten zugreifen!  Orangen und andere Zitrusfrüchte sind nicht nur reich an Vitamin C, sondern stärken als natürliche Blutverdünner auch die Kapillarwände (die Wände der feinsten Äderchen), und sie verhindern das Ansammeln von Ablagerungen an den Gefäßwänden. Dunkle Beeren besonders Heidelbeeren aber auch Brombeeren, schwarze Johannisbeeren, Süßkirschen kommen Blutdruck und Blutgefäßen zugute – verantwortlich sind wissenschaftlichen Studien zufolge die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe, die Flavonoide, Polyphenole und die sogenannten Anthocyane. Je kräftiger die Farbe desto besser für die Gefäße und fürs Herz.

Kalte Füße oder Hände können aber auch einen Mineralstoffmangel als Ursache haben. Zu wenig Magnesium kann sich etwa negativ auf die Durchblutung auswirken. Eine ausreichende Menge dagegen wirkt positiv auf den Blutdruck: Die Blutgefäße werden geweitet, die Muskulatur entspannt sich. So kann das Blut ungehindert zirkulieren. Auch das Spurenelement Eisen ist für den Sauerstofftransport im Körper wichtig, ein Mangel macht schlapp und anfällig für Infekte. Eisen steckt z.B. in Weizenkleie, Sojabohnen oder Linsen – und nicht nur in Leber.  Manche mögen’s scharf: Cayennepfeffer wird mit einem gesteigerten Stoffwechsel in Verbindung gebracht. Er soll Arterien und Blutgefäße stärken und sollte am besten roh in Salaten oder auf Gemüse, in Suppen oder in Säften genossen werden. Seine Scharfstoffe sorgen außerdem für innere Wärme und heizen dem Organismus ordentlich ein!   

Mit natürlichen Hausmitteln durchstarten

Frischer Ingwer lindert nicht nur Erkältungen und stärkt das Immunsystem. Die geniale scharfe Knolle kann auch bei der Verbesserung der Durchblutung helfen – genau wie auch Knoblauch, dem zusätzlich eine blutreinigende Funktion zugeschrieben wird. Für eine gesunde Durchblutung hilft es auch, genug Vitamin E zu sich zu nehmen. Reich an Vitamin E sind z.B. Sonnenblumen- und Kürbiskerne sowie Oliven. Und auch Lycopin, ein natürliches Antioxidans, hat verschiedenen Studien zufolge einen positiven Einfluss auf die Durchblutung. Es steckt in Wassermelonen, Tomaten und Aprikosen. Und nicht zu vergessen: Damit das Blut immer gut im Fluss bleibt, braucht der Körper genügend Wasser. Faustregel: pro Kilo Körpergewicht täglich mindestens 30 Milliliter. Bei einem Körpergewicht von 60 Kilo wären das 1,8 Liter. Wem Wasser allein auf die Dauer zu fad schmeckt: Kräutertees oder selbstgemachte zuckerfreie Limonaden sind natürlich genauso willkommen. Guten Durst!

Gut zu wissen

Anthocyane haben einen positiven Einfluss auf die Durchblutung

Studien legen nahe, dass sogenannte Anthocyane (eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe) eine positive Wirkung auf die Durchblutung haben können. Diese Pflanzenstoffe sind in großer Menge in wild wachsenden Heidelbeeren enthalten, wie sie eben vielfach in Skandinavien vorkommen!

Entspannung für den Blutfluss

Einfach mal einen Gang runter zu schalten ist ebenso wichtig wie Bewegung! Damit sind aber nicht Sofa und Fernbedienung gemeint. Sondern echter Stressabbau. Denn Anspannung und Hektik sind nicht gerade förderlich für einen gesunden Blutfluss. Besser: Ein entspannendes Bad mit Kräuteressenzen wie Rosmarin oder eine warme Dusche – und idealerweise Wechselduschen. Massagen (am besten mit einem Öl) wirken ebenso Wunder wie eine Meditation. Bewusstes Innehalten, ruhiges Atmen und Abschalten – gut für Seele und Körper!

Ab an die frische Luft